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Weiterhin ein Fünftel der Lotterie-Erträge für den privatrechtlich organisierten Sport im Kanton St.Gallen

Der Kanton St.Gallen führt einen Lotterie- und einen 'Sport-Toto'-Fonds. In beide Fonds werden die Ertragsanteile von Swisslos/Sport-Toto, Basel, eingelegt. 80 Prozent dieser Einnahmen werden dem Lotteriefonds gutgeschrieben und 20 Prozent gelangen gemäss der am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen 'Regierungsrätlichen Verordnung' wie bisher auch in Zukunft in den 'Sport-Toto'-Fonds. Mit der ordnungsgemässen Zuteilung dieses Anteils ist seit Jahrzehnten die Interessengemeinschaft (IG) St.Galler Sportverbände als Dachorganisation der st.gallischen Sportverbände und -vereine betraut.

Zeitgemässes Outsourcing unter Würdigung des kantonalen Sportkonzepts

Die Regierung und das Bildungsdepartement unter der Führung von Regierungsrat Stefan Kölliker haben die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und der Interessengemeinschaft St.Galler Sportverbände auf neue Grundlagen gestellt. Regierungsrat Stefan Kölliker und der Präsident der Interessengemeinschaft St.Galler Sportverbände, Dr. August W. Stolz, haben dazu eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Bisher wurden die Beiträge aus dem 'Sport-Toto'-Fonds durch die Interessengemeinschaft St.Galler Sportverbände vorbereitet und nach entsprechender Genehmigung an der jährlichen IG-Delegiertenversammlung durch den Vorsteher des Bildungsdepartementes genehmigt. Nun erhält die Interessengemeinschaft St.Galler Sportverbände die Kompetenz, einen Grossteil der Fondsmittel gemäss detaillierter Subventionsvorschriften selbständig an die privatrechtlich organisierten Verbände und Vereine zuzuteilen. Damit wird eine wichtige öffentliche Aufgabe weiterhin (und im Sinne des kürzlich vom Kantonsrat verabschiedeten Sportkonzepts) an eine erfahrene private Institution ausgelagert. Dies kann als Beispiel für ein zeitgemässes Outsourcing einer Staatsaufgabe im Sinn einer Public Private Partnership (PPP) angesehen werden - wie sie sich übrigens u.a. auch im Kanton Zürich (mit dem Zürcher Kantonalverband für Sport) seit Jahren bewährt. Die Interessengemeinschaft St.Galler Sportverbände kann als Dachverband der privatrechtlich organisierten Verbände und Vereine die Beiträge basisnah vergeben und damit bürgernäher als eine staatsinterne Stelle arbeiten. Das Controlling des Staates wie auch die Transparenz über die Verwendung der Subventionsbeiträge ist sichergestellt.

IG St.Galler Sportverbände im Dienste des Sports zum Wohle der Allgemeinheit

Durch die Weiterführung der sich seit Jahrzehnten nachweislich bewährenden 'Sport-Toto'-Subventionspraxis und der damit verbundenen Anerkennung der IG St.Galler Sportverbände durch die Kantonsregierung kann die IG weiterhin auch in anderen sport- und gesellschaftspolitisch wichtigen Bereichen eine wertvolle Brückenfunktion zwischen der Öffentlichkeit und den Sportorganisationen wahrnehmen. Unter anderem beweist die IG St.Galler Sportverbände mit der Lancierung und Betreuung des schweizweiten Pionierprojektes 'Sport-verein-t', dass sie sich gleichzeitig sowohl für die notwendige Stärkung der ehrenamtlich organisierten Sportvereinigungen wie auch für eine verantwortungsvolle Förderung eines allseitig einvernehmlichen Zusammenlebens einsetzt.

Regierungsrat Stefan Kölliker (rechts) und der Präsident der IG St.Galler Sportverbände, Dr. August W. Stolz, (links) bei der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton St.Gallen und der IG.

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