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Neue Sport-Qualifikationskriterien für Beiträge an Sportverbände als «Sportanbieter» zu einer Talent-Oberstufenschule im Kanton St.Gallen

26. Mai 2012

Auf Initiative der IG St.Galler Sportverbände wurde im Jahr 2007 die Möglichkeit eingeführt, Sportverbände, welche als sogenannte «Sportanbieter/-partner» zu vom Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen anerkannten «Talent-Oberstufenschulen» auftreten, mit Beiträgen aus dem «Sport-Toto-Fonds» zu unterstützen. Dieses Angebot hat sich sehr bewährt.  Ohne diese Fördergelder wäre der Aufbau der bisher acht «Sport-Talentoberstufenschulen» im Kanton St.Gallen, an welchen Sportverbände für die sportliche Aus­bildung verantwortlich zeichnen, nicht möglich gewesen.

Bekanntlich erliess der Erziehungsrat am 23. November 2011 ein neues «Konzept Hochbegabten­förderung im Kanton St.Gallen». An dessen Entstehung hat die IG St.Galler Sport­verbände zu einem erheblichen Teil mitgewirkt. Im Konzept ist denn auch festgehalten, dass die Sportverbände für die Organisation des Trainingsbetriebes zuständig sind. Die Talentschulen sind verpflichtet, mit den entsprechenden Sportverbänden zwecks Regelung des Trainingsbetriebes Vereinbarungen abzuschliessen. Zu den sportfachlichen Kriterien wurde bestimmt, dass für die Aufnahme in eine Talentschule mindestens die Förderung auf «lokaler Förderstufe von «Jugend+Sport» (Förderstufe 1) und wenigstens 10 Stunden Training pro Woche an Schultagen» vorausgesetzt wird.

Nachdem im erwähnten kantonalen Konzept die Kriterien für eine Zulassung/Anerkennung eines Kindes als «Spitzentalent» in einer «Talent-Oberstufenschule» definiert wurden (was für die Leistung der Schulgelder durch die öffentliche Hand relevant ist), hat die «Sport-Toto-Kommission» beschlossen, dieselben Kriterien ab dem neuen Schuljahr 2012/13 auch für die Beitragsberechtigung aus dem «Sport-Toto-Fonds» anzuwenden. Die bisherige Bestimmung, wonach auf «Sekundarstufe I»  die Swiss Olympic Talents-Card «regional» oder «national» nachgewiesen werden muss, entfällt somit. Der jeweilige Sportverband hat in seinem Gesuch demgegenüber neu nachzuweisen, dass die an einer «Talent-Oberstufenschule» ausgebildeten Nachwuchstalente nach der «lokalen Förderstufe von "J+S" (Förderstufe 1) und während wenigstens 10 Stunden an Schultagen pro Woche» trainiert werden.

Im Übrigen hat sich das bisherige Beitragssystem (Gesuchs-/Bewilligungs­verfahren, Ansätze, Höchst-Limiten, etc.) bewährt und soll vorderhand beibehalten werden. Je nach Entwicklung muss sich die «Sport-Toto-Kommission» vorbehalten, die massgebenden Bestimmungen in Hinblick auf das Schuljahr 2014/15 neu zu beurteilen.

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